Neurologische Akuterkrankungen

In unserem Team arbeiten neben Orthopäd:innen und Unfallchirurg:innen auch erfahrene Neurochirurgen. In unserer Sektion Neurochirurgie kümmern sich Prof. Dr. med. Kartik G. Krishnan und sein Team um die Diagnose und Versorgung von notfallmäßigen Verletzungen und Erkrankungen des Nervensystems (des Gehirns und Gehirnschädels, der Wirbelsäule und des Rückenmarks, des Armplexus und der peripheren Nerven und der Nerven des Gesichtes. Wir gehören zu den wenigen Kliniken des Rhein-Main-Gebiets, die neurologische Erkrankungen wie Spasmus hemifacialis, Trigeminusneuralgie, Gesichtsnervenlähmung, Spätfolgen von Plexus brachialis- und periphere Nervenverletzung sowie Wurzelausrissschmerzsyndrome behandeln.

In der Notfallversorgung stellen wir dabei das gesamte Spektrum neurochirurgischer Eingriffe sicher. Durch moderne Telemedizin und Telekommunikation sind wir in der Lage, Röntgen-, CT-, MRT-Bilder, Laborbefunde etc. mit Krankenhäusern und Röntgeninstituten in der Umgebung rasch auszutauschen und uns somit in Notfallsituationen noch vor der stationären Aufnahme vorzubereiten, um die Behandlungslogistik maximal zu optimieren.

Die medizinische Beratung von Patient:innen zu elektiven neurochirurgischen Eingriffen erfolgt in Kooperation mit dem im Hause befindlichen Medizinischen Versorgungszentrum.

Im Bereich der Kopf-Neurochirurgie bieten wir Ihnen eine umfassende Versorgung von neurochirurgischen Notfällen jeder Art, wie unter anderem:

  • Schädelhirn- und Schädelbasisverletzungen von höchster Komplexität
  • Frakturen von Gehirn- und Gesichtsschädel
  • Blutungen bedingt durch Trauma (subdurale-, subarachnoidale-, epidurale Blutungen)
  • Hirnblutungen durch Gefäßmissbildungen (AV-Angiome, Cavernome, Aneurysmen)
  • Hirnblutungen durch Tumoren (hirneigene Tumore, Metastasen, angeborene Anomalien)
  • Hirntumoren mit akuten Ausfallserscheinungen (Lähmungen, Sprachstörung, Blindheit, etc.)
  • Operationen bei Schlaganfällen
  • Operative Versorgung bei Wasserkopf (Hydrocephalus)
  • Schlüssellochoperationen bei Tumoren der Hirnhangdrüsen (Hypophysentumore)

Darüber hinaus kümmern wir uns ebenso um die akute Behandlung von:

  • Nervenengpasssyndromen (Carpaltunnelsyndrom, Sulcus-Ulnaris-Syndrom, Supinatorlogen-Syndrom, Thoracic-outlet-Syndrom, Peronaeus-Syndrom, Tarsaltunnel-Syndrom, Meralgia paraesthetica, etc.)
  • Verletzungen des Armplexus und peripherer Nerven (nach Motorradunfällen, Geburtstrauma, Knochenbrüche etc.)
  • Iatrogene Nervenläsionen (als Nebenwirkung einer Behandlung – z.B. Fallschulter nach Lymphknotenbiopsie am Hals)
  • Nerventumoren (gutartig sowie bösartig)
  • Gesichtslähmung, Fazialisparese, Bell’sche Parese
  • Gesichtszuckungen, Gesichtsspasmen (Hemispasmus facialis)
  • Gesichtsschmerz (Trigeminusneuralgie)
  • DREZ-Behandlung bei Wurzelausrissschmerzsyndrome nach Plexusausrissen

In der Behandlung dieser Erkrankung setzen wir vor allem auf minimal-invasive Verfahren (Schlüssellochtechnik), die für unsere Patient:innen besonders schonend sind. Unter anderem gehören dazu:

  • Endoskopische Operationsverfahren (Schlüssellochoperation der Hypophyse, Wirbelsäule und peripherer Nerven)
  • Exoskopische Operationsverfahren (eine minimalinvasive Alternative zur Mikroskopie/wird in der Robotische Chirurgie angewendet)
  • Operationsmikroskop (zur optischen Vergrößerung und präzisen Manipulation)
  • Neuronavigation (zur höchstpräzisen Auffindung des Krankheitsherdes)

Intraoperatives Monitoring (zur Schonung der bereits funktionierenden Nervenfasern, somit postoperative Nervenschaden vermieden werden können)